Am Samstag war nun die zweite Auflage der Glienicker Running Night. Wie im letzten Jahr ging ich für mein Geschäft an den Start. Man muss sich ja in der Gemeinde wo man seinen Laden hat präsentieren. Ob meine Laufqualität nun eine gute Werbung ist lassen wir jetzt mal außen vor.
Gelaufen wurde wieder wie im letzen Jahr auf einem Straßenrundkurs. Diesmal aber war er genauer ausgemessen, da der Start einige hundert Meter zurück verlegt wurde. Letztes Jahr wurde nämlich die Streckenlänge stark angezweifelt – bedingt dadurch schon, da ich einen neuen persönlichen Rekord über fünf Kilometer gelaufen wäre. Der Veranstalter war aber damals der Meinung die Strecke stimmt. Na gut, sie stimmte anscheinend doch nicht.
Das einzig positive an dieser Veranstaltung war, dass sie am Abend statt fand. Das war es aber auch schon. Startgeld sieben Euro und zehn Euro Pfand für die Startnummer. Es wurden für die Erwachsenen zwei Strecken angeboten. Fünf und zehn Kilometer. Ich entschied mich für die fünf Kilometer. Vier Runden sollten ja machbar sein. Das Problem war nur, dass es ein paar Minuten vor dem Start sehr stark geregnet hat und die Laufstrecke sich in eine Sauna verwandelte. Natürlich machte mir dies als untrainierter Probleme. Aber ich meisterte die Strecke und kam nach ca. 27 Minuten ins Ziel. Leider musste ich dann mehrmals zu einem Stand wo es Wasser gab. Mehrmals deshalb, weil der Veranstalter sicher die Becher aus einem Altenheim gesponsert bekommen hat. Normalerweise werden bei dieser Bechergröße Medikamente verabreicht.
Auch fehlten irgendwie Bananen oder Äpfel. Wassermelone hatten sie aber und ich hatte auch noch Glück ein kleines Stück zu bekommen. Viel war nicht da. Zum Trost gab es aber vom Veranstalter eine „Siegertüte“ mit „nützlichen Preisen“ wie gesagt wurde, aber außer fünf Flyern mit Werbung von einem ortsansässigen Fitnessstudio war bei mir nichts drin.
Negativ fand ich auch das lange warten auf die Siegerehrung. Nachdem nach den fünf Kilometern erst einmal die 10er dran kamen, verzögerte sich die ganze Sache ziemlich nach hinten. Aber nun denn….
Lustig fand ich auch, dass der Veranstalter die erste Frau bei den 10 Kilometern im Ziel begrüßte und einen Blumenstrauß überreichte. Sie fühlte sich jedenfalls für knapp 20 Minuten als Siegerin.
Leider konnte weder der Veranstalter noch die Läuferin zählen, jedenfalls lief sie eine Runde zu wenig und wurde disqualifiziert.
Auch wenn ich die Veranstaltung nun nicht wirklich toll fand, werde ich nächstes Jahr auch wieder am Start gehen. Eine Veranstaltung entwickelt sich ja und sicher wird auch diese besser.
Leider hat der Veranstalter bis jetzt auf seiner Homepage nicht die Ergebnisse online gestellt. Wer nun aber seine Zeit trotzdem wissen möchte schaut einfach unter www.ziel-zeit.de nach. Dort findet ihr die Ergebnisse natürlich unter Ergebnisse.
Da muss ich Recht geben. Das war keine gute Veranstaltung. Ich werde, sollte es eine weitere Ausgabe geben nicht an den Start gehen.